Hilfe, sie haben gebloggt! Rückschau auf die #sooc13 Blogparade

Wer hätte denn so eine Welle an Antworten auf unsere Blogparade erwartet? Ich nicht. Wirklich nicht. Ich hatte mit vielleicht so ca. zehn Beiträgen gerechnet. DANKE DANKE DANKE! Wie hätten wir unseren SOOC13-Teilnehmern besser zeigen können, dass Blogs ein verbreitetes Werkzeug unter den Lehrenden und Lernenden ist und dass „selbst Professoren“ bloggen (und natürlich auch „normale“ Dozenten). Der Rücklauf war so gewaltig, dass ich das ganze in einer Storify-Sammlung organisiert habe. Ich habe auch noch einmal herausgesucht, zu welchen Einrichtungen die jeweiligen Lehrenden gehören. Aber seht selbst: zur Sammlung auf Storify.

Prioritäten von Thomas Schlosser (CC-BY)

Ein paar Zahlen

Eine komplette Auswahl ist mir derzeit nicht möglich, aber (nur) ein bisschen zählen kann ich ja:

  • Mitmacher: Es gab insgesamt von 32 Personen eigenständige Beiträge (nicht betrachtet: Personen in den Kommentaren)
  • Geschlecht: Von den Autoren waren 8 Frauen und 24 Männer,
  • Rolle:10 Professoren, 15 Wissenschaftliche Mitarbeiter, 4 Studenten und 3 sonstige/nicht zuordenbar von
  • Einrichtungen: 22 (Fach-)Hochschulen und anderen Instituten.

Eine Auswahl der Motive

Wie gesagt, eine vollständige Analyse schaffe ich einerseits zeitlich nicht, andererseits fehlen mir auch ein wenig die Erfahrungen in Qualitativen Methoden. Ich kann daher nur empfehlen, in die Sammlung auf Storify zu schauen und die Motive individuell herauszulesen. Dazu sollte man auch in den Kommentaren schauen: hier haben sich interessante Diskussionen ergeben. Einiges tritt immer wieder auf (Kein Anspruch auf Vollständigkeit):

Auffallend ist: Der Einsatz von Blogs folgt hierbei oft keiner Strategie, Gabi Reinmann rät sogar von einer solchen ab. Und durchgängig alle Autoren bestätigen: sie schreiben einfach gern.

Die „Exoten“

Sebastian Blitzer erwähnt explizit, dass er Blogposts auch dazu nutzt, um Artikel, die er gelesen hat zu bewerten und nennt das „post-publication review“. Oliver Tacke lebt in Blogposts ein gewisses Klugscheißertum aus. Eine sehr kritische Diskussion löste Christian Spannagel auf seine Aussage aus „Ich blogge, um berühmt zu werden.“

Und die Leser der Blogs?

Hier haben wir nicht ganz so viele Beiträge erhalten. Hier liest man, dass die Dozenten der eigenen Hochschule nicht oder nur vereinzelt bloggen, dass aber der Einblick durchaus interessant sein. Das rezipieren scheint sich aber auf das Lesen zu beschränken, nur wenige scheinen die Kommentarfunktion zu nutzen.

Danke

Danke an alle, die sich an der Blogparade beteiligt haben (Bitte melden, wenn ich jemanden vergessen habe):

Andrea Lißner, Christian Beermann, Christian Kummer, Christian Spannagel, Cornelie Picht, fabiansiegen, François Bry, Gabi Reinmann, Gerald Fricke, Helen Knauf, Helge Städtler, Jean-Pol Martin, Joachim Funke, KaiObi, Kathrienchen, Leonhard Dobusch, Marcus Birkenkrahe, Mario Ganz, Martin Ebner, Michael Winkler, Monika König, Niels Seidel, Oliver Tacke, Paul Balzer, Peter Baumgartner, Ragnar Müller, Sebastian Bitzer, Timo von Treeck, Ulrich Zeuner, Ulrike Glembotzki, Volkmar Langer

Reflexion zum SOOC13: Von entfesselten Pferden

Während Andrea ein schlechtes Gewissen hat, weil sie nicht allen immer Feedback geben kann, überlege ich zunehmend, ob es denn so gut ist, immer gleich auf „Like“ bei einem Blogpost zu hauen oder ihn zu kommentieren. Klar, ist das vielleicht auch ein Reflex und ich will ja, dass die Teilnehmer merken, dass sie gelesen werden, aber „verschrecke“ ich damit andere mögliche Kommentatoren? Denn immerhin trete ich ja irgendwie auch als Gastgeber/Lehrende auf. Wo ziehe ich die Grenze?

TUDfolio

Ich denke, es ist an der Zeit, mal runter zu schreiben, wie sich mein persönliches SOOC13-Erleben gerade anfühlt.

Ich denke, dieses Bild beschreibt meine Gefühlslage recht gut:

Am Wochenende war ich mit meiner Familie unterwegs – im Ausland (nicht EU, wo Roaming noch erschwinglich wäre, nein, in der Schweiz) – ohne Internet (wenigstens tagsüber). Abends hatte ich das Gefühl, ich müsse jetzt alle Tweets, alle Blogposts noch kommentieren und selbst noch einen schreiben – nicht, dass auf der SOOC13-Seite nichts passiert oder gar die Twitter-Timeline stillsteht.

Die liebe Familie war natürlich mäßig begeistert, wenn ich wahlweise Tablet, Laptop oder Handy bedienend, nickend der Unterhaltung folgte.

Aber ich könnte doch was verpassen, oder?

Dann der Wochenstart (für mich erst am Mittwoch): Wie immer Aufregung im KoSEL-Quartier (wer ESF-Projekte und Banken kennt, weiß wovon ich rede), Kurserstellungen betreuen, LehrerInnen und SchülerInnen beruhigen und nebenher noch Konzepte für kompetenzorientiertes E-Learning entwickeln. SOOCen? Vielleicht…

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Hey #followerpower, was ist los mit Dir?

Es ist ja noch nicht mal eine Woche um. Trotzdem kann man schon erkennen, was das offenen Lehrveranstaltungskonzept „MOOC“ mit den Lehrenden macht.

Anjas Blog

Liebe #followerpower,

Du warst oft sehr nett zu mir. Du hilfst mir, wenn ich nicht weiß, wo ich suchen soll. Du zeigst mir, dass die Welt nicht schlecht ist und es Menschen da draußen gibt, die mir helfen, obwohl ich  sie nicht kenne. Du bist es, weshalb ich die Idee des Konnektivismus verstehe – zumindest dachte ich das. Ich habe an Dich geglaubt und für den SOOC13 ein Experiment erdacht, dass den Teilnehmern zeigen sollte, wie toll Du bist. Aber Du warst nicht da. Aber ich habe es wohl einfach übertrieben. Und ich habe die Ausmaße von Wikipedia unterschätzt.

tl;dr

Einfach auf Twitter nach der Followerpower rufen scheint wenig erfolgreich zu sein. Und dabei hatte ich mir das als ein so tolles Experiment vorgestellt 😦

Das Experiment

Im SOOC13 widmet sich der erste Themenblock den Grundlagen zum Lernen 2.0. Ganz vorn mit dabei ist natürlich die…

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