Aufruf zur Blogparade: Hilfe, mein Prof blogt!

OMG by William Opdyke (CC-BY)

Prof. Gabi Reinmann von der Universität der Bundeswehr München tut es.
Prof. Peter Baumgartner von der Donau-Universität Krems tut es.
Prof. Miriam Meckel von der Universität St. Gallen tut es.
Prof. Christian Spannagel von der Pädagogischen Hochschule Heidelberg tut es.
Prof. Rainer Kuhlen von der Universität Konstanz tut es.

SIE ALLE BLOGGEN.

Aber warum? Blogposts werden auf keiner Publikationsliste erwähnt. Blogposts werden bei Anträgen um Drittmittel nicht berücksichtigt. Blogposts werden vielleicht noch nicht einmal von den eigenen Mitarbeitern oder Studenten gelesen. Oder doch?

Um diesen Fragen nachzugehen und in Vorbereitung auf den zweiten Themenblock des SOOC13 rufen wir hiermit zu einer Blogparade auf:


Liebe Professoren, Dozenten, Universitätsmitarbeiter…: Warum blogt Ihr eigentlich?
Liebe Studenten: Lest Ihr denn, was Professoren bloggen? Interessiert Euch das? Und was haltet Ihr davon?


Wie funktioniert eine Blogparade?

Ein Blogger (in diesem Fall sind das wir vom SOOC13-Team) stellt eine Frage (in diesem Fall: Liebe Professoren, Dozenten, Universitätsmitarbeiter…: Warum blogt Ihr eigentlich? Liebe Studenten: Lest Ihr denn, was Professoren bloggen? Interessiert Euch das? Und was haltet Ihr davon?) an die Leser und bittet sie, eine Antwort in ihren eigenen Blogs zu verfassen: Erledigt.

Die Leser üblerlegen, wie denn eine richtige Antwort für sie aussehen könnte, und schreiben die Antwort in ihren eigenen Blogs oder den Kommentaren dieser Webseite. Weil der Mensch ein Deadline getriebenes Wesen ist, gibt es hierfür eine Deadline: der 01.06.2013.

Die Initiatoren (das sind wieder wir) sammeln die Antworten zusammen, erstellen eine Übersicht und eine kleine Zusammenfassung. Wir wollen das bis zur KW 23 schaffen – das ist sportlich und das wissen wir. Aber wir tun es ja für eine gute Sache: den SOOC13 und unsere Teilnehmer.

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45 Gedanken zu „Aufruf zur Blogparade: Hilfe, mein Prof blogt!

  1. Pingback: Hilfe, mein Prof bloggt! | Gabi Reinmann

  2. Ich bin zwar im Ruhestand, aber in meiner aktiven Zeit habe ich intensiv gebloggt. Ich hatte eine „Botschaft“ und wollte sie verbreiten. Die Adressaten meiner Forschung waren nicht meine Fachkollegen, sondern die Schüler, die Studenten und die interessierte Öffentlichkeit. Insofern wäre es müßig gewesen, viel Zeit für Fachzeitschriftenaufsätze aufzuwenden, die ein paar Spezialisten erreicht hätten. Ohne Blog hätte sich bestimmt kaum jemand für mein Menschenbild (4.864 klicks) und meine Netzmetaphern interessiert: http://jeanpol.wordpress.com/2013/02/24/der-499-blogeintrag/

  3. Hat dies auf MTRV rebloggt und kommentierte:
    Ich werfe zu diesem Thema mal meine Meinung als Student ein: Ich finde es grundsätzlich gut, wenn Professoren bloggen und es wäre schön, wenn es deutlich mehr tun würden als bisher. Leider habe ich nicht direkt bei Professoren, die selbst bloggen. Eigentlich kenne ich aus meiner ganzen Fakultät auch nur eine einzige Mitarbeiterin, die wirklich regelmäßig bloggt – meine Chefin 😉 – und deren Beiträge ich auch lese. Das tue ich obwohl, diese Beiträge mit meinem Studium inhaltlich nicht so wirklich viel zu tun haben. Allerdings ermöglichen sie zum Teil einen Blick über den Tellerrand des eigenen Studentendaseins.
    Hier sehe ich auch ein Potenzial von Professoren-Blogs: Der überwältigende Teil der Studenten dürfte von ihren Professoren maximal die PDF-Version des Vorlesungsskripts lesen, wenn nicht gerade eine Seminararbeit sie dazu nötigt, noch das ein oder andere Paper durchzuarbeiten. Zu einer kritischen Betrachtung mit dem Stoff kommt es ziemlich selten, für ne Klausur reicht’s ja meist, wenn man die Folien runterbeten kann (Ich weiß es klingt wie ein Klischee aber in der BWL ist es leider so). Für alles, was dann so links und rechts ist, z.B. aktuelle Forschungsfragen oder auch die leidige Hochschulpolitik inkl. der täglichen Gremienbespaßung, dafür fehlt einfach der Blick. Und gerade hier könnten einige Blogbeiträge von Professoren/ wiss. Mitarbeitern doch bei einem Teil der Studierenden das Nachdenken etwas anregen.
    Für den wissenschaftlich Bloggenden sehe ich das Potenzial darin, dass Blogs helfen können, langfristig die eigene Relevanz im Forschungsbereich zu heben. Blogs eignen sich denke ich ziemlich gut dazu, eigene Forschungsgedanken nieder zuschreiben und ein bisschen Werbung für die eigene Arbeit/Paper zu machen (Wo wir dann wieder bei der teachPress-Zielgruppe wären 😉 ) Auch wenn das erstmal kaum einer liest, erhöht sich die Chance, dass es mal jemand tut und tun es mehr, dann wird das auch auf die Präsenz im eigenen Forschungsbereich Einfluss haben.
    Für den hochschulpolitisch Bloggenden sehe ich auch ein Potenzial: Es erhöht die Chance irgendwo Leute zu finden, die die gleichen universitären Selbstverwaltungsabsurditäten erleben und wenn man dann liest: hey, wo anders ist’s ja genauso, dann lässt sich das doch alles viel besser ertragen 😉

    • Deinen Beitrag hier finde ich hochinteressant. Bei uns haben wir einige bloggende Profs und viele bloggende Studenten. BWL-Hochschule 🙂 Gerade die Dimension des Bloggens um den Diskurs und die Diskussion aufzubrechen, ist wichtig, und als Zusatzlehrmittel natürlich auch. Mittlerweile mach ich das aber vorwiegend über Wikiversity, auch wöchentlich (siehe Fotoprotokolle hier).

    • Hallo und Verzeihung für die späte (erst aufgeforderte) Rückmeldung. Ich hatte schlichtweg nicht erwartet, dass es so schnell Beiträge geben wird und dachte „na da kann man doch die Blogparade am Dienstag starten, da bin ich eh unterwegs und wenn ich dann wieder zu Hause bin, dann…“ – Pustekuchen. Nun gut. Mittlerweile kann mein Smartphone auch WordPress (bzw. musste ich diesen Blog noch hinzufügen, durch Passwortgeneratoren steh ich mir in meinem Sicherheitswahn da manchmal auch selbst im Weg).

      AAAALSO: Vielen lieben Dank für die ersten superschnellen Beiträge. Und danke für die (für mich durchaus positive) Grundhaltung, die sie vermitteln: Studenten als Zielgruppe wahrnehmen, das Bild der Wissenschaft in der Öffentlichkeit mitbestimmen, aktuelle Themen diskutieren… Keine „Verkaufszahlen von Publikationen pushen“, keine „Werbung für Berufungskommissionen“ (deren Wirksamkeit ohnehin fraglich wäre), keine allzu strategischen Gedanken, sondern durchaus die Motivation zum Austausch. Für mich ist das erst einmal beruhigend, denn aktuell sehe ich mich noch etwas dazwischen: Ab und zu blogge ich etwas (mir eher von der Seele oder zur Dokumentation), aber auch als Leser und Mitdiskutator (das Wort gibt es bestimmt gar nicht), und da ist es immer wieder gut zu sehen: andere kochen auch nur mit Wasser und es fällt auch bei den anderen nicht vom Himmel.

      Sooo, dann werden wir uns mal an das Einsammeln der Beiträge machen… Storify oder Links… GDocs mit Tabelle der ProfBlogs?… es gibt zu tun. So ein MOOC ist anstrengend…

  4. Bei uns auf dem Redaktionsblog der Blogplattform für die deutschsprachigen Geisteswissenschaften de.hypotheses.org gibt es gerade passend zur Blogparade eine Artikelserie zum Wissenschaftsbloggen. Der gestrige Beitrag von Sabine Scherz trägt den Titel “Warum sollte ich als Wissenschaftler/in bloggen? und bringt es auf 10 gute Gründe: http://redaktionsblog.hypotheses.org/1209

    • Die beinahe zeitgleiche Veröffentlichung ist ja fast gespenstisch. Danke! Ich denke, das könnte sich in der Zusammenfassung der Blogparade und/oder dem Impulsbeitrag vom SOOC13 Themenblock II wiederfinden 🙂

  5. Pingback: Blogparade: Hilfe, mein Prof blogt! | DaF-Blog

  6. Pingback: Zur #sooc13 Blogparade: Bloggende Dozentinnen – vom Tun, von den Gründen, von den (Aus-)Wirkungen | Lernspielwiese

    • Hallo und danke für den Beitrag zur Blogparade. Es ist mir etwas peinlich, aber ich habe jetzt erst begriffen, wo der Unterschied zwischen Trackbacks und Pingbacks liegt. Allerdings haben wir diese erlaubt, daher weiß ich nicht, wo genau hier das Problem liegt. Wir haben lediglich die Option aktiviert, dass man lediglich beim ersten Kommentar eine Freischaltung benötigt. Wo außer im Punkt „Diskussion“ könnte denn noch das Problem liegen (das ist das einzige, was Google mir bringt).

  7. Beim durchlesen der einträge hier sehe ich, dass meine blogverwendung recht speziell ist, daher setze ich noch einmal an: mein blog ist eine art hypertext, ein gesamtwerk, das alle meine aktivitäten zusammenfasst, insbesondere die metareflexionen. Er enthält 511 einträge und seit beginn wurde er 142.378 aufgerufen, mit 4.169 kommentaren. Ich kann also behaupten, dass mein blog gut rezipiert wurde und stark zur verbreitung meiner ideen beigetragen hat. Insofern habe ich mein ziel, meine „botschaft“ mit hilfe des blogs zu verbreiten, gut erreicht.

  8. In vielen der bereits geposteten Kommentare habe ich mich wiedergefunden. Für mich stehen vor allem aber zwei Gründe für das Bloggen im Vordergrund:
    1. Wissenschaft ist Kommunikation, der wissenschaftliche Diskurs wird durch Kommunikation jeglicher Art vorangetrieben und befruchtet. Ein Blog ermöglicht die schnelle und direkte Kommunikation wissenschaftlicher Themen. Und dies auch dann, wenn es nur ein kleiner Gedanke ist, eine Idee, die vielleicht nicht für einen Zeitschriftenbeitrag o.ä. ausgearbeitet werden kann oder für dessen intensivere Bearbeitung einfach die Zeit fehlt.
    2. Bloggen ermöglicht – anders als andere Formen der Wissenschaftskommunikation – das Formulieren einer Meinung. Hier ist es möglich, einen Gedanken auch mal zuzuspitzen und nicht ganz so wohl abgewogen vorzugehen wie in einer traditionellen wissenschaftlichen Publikation. Die Person, das „ich“, spielt eine größere Rolle und die Beiträge werden dadurch persönlicher.
    Und damit trägt das Bloggen – vielleicht, hoffentlich – dazu bei, dass Wissenschaft insgesamt einerseits diskursiver und dialogischer andererseits persönlicher und menschlicher wird.

  9. Pingback: » #SOOC13 Hilfe, mein Prof blogt! Texten ist Neunziger. | nise81.com | niels seidel

  10. Pingback: Frei-Beute (KW 21) | Lernspielwiese

  11. Pingback: Warum ich als Lehrender blogge

  12. Pingback: #SOOC13 – Blogparade: Warum ich blogge? – Meine Top 5 – HSW Learning-Blog

  13. Pingback: Hei_PI: Psychologisches Institut Heidelberg : Bloggende Psychologie-Professoren

  14. Pingback: Hilfe, mein Prof bloggt! | cspannagel, dunkelmunkel & friends

  15. Pingback: Hilfe, mein Prof blogt! – Warum? | Motorblog

  16. Pingback: Viel schreiben… | Blogofolio

  17. Pingback: thetawelle » Blog Archiv » Du hast ein Blog!? Ist das nicht riesige Zeitverschwendung? - frontier of science, technology & future

  18. Pingback: Blogparade: Hilfe, mein Prof blogt! – e-Learning Blog

  19. Schönes Projekt! Ich habe mir jetzt auf @dunkelmunkel’s Blog, auf dem es eine heftige, interessante Diskussion gab, bei der es gar nicht um Senf ging, die Finger wund geschrieben…deshalb reicht es nicht zu mehr als einer (längeren) Antwort hier: der andere (wichtige) Grund ist, dass ich gar kein eigenes „Prof-Blog“ mehr habe. Das ist nämlich von diesem Blog (seit 2006) zu diesem viel interessanteren, viel besser besuchten Multi-Autoren-Blog (> 50 Autoren) zum Thema E-Learning mutiert. Diesen Artikel nehmen wir jetzt in unsere News auf. Gleichzeitig habe ich eine „Persönlichkeitsspaltung“ durchgemacht und mein Kreativ-Körper schreibt jetzt als nicht-professoraler Autor auf Tumblr, WordPress, Blogger…also viel zu viel eigentlich, wenn ich nicht so gerne schreiben würde! Meinen ebenfalls bloggenden Studierenden sind diese ganzen Verirrungen natürlich bekannt.

  20. Jetzt scchnell vor Ablauf der Deadline noch einer – auch wieder etwas anders gelagert, aber hoffentlich trotzdem interessant:
    An der Fachhochschule Köln wird im Rahmen des Projekts ProfiL² gebloggt, welches sich zum Ziel gemacht hat, qualitativ hochwertige Lehre zu unterstützen. Das Blog wird nicht von einer einzelnen Person, sondern als Projetkblog von verschiedenen Teams und Fakultäten geführt, um aktuelle Projekte hochschulintern als auch öffentlich sichtbar zu machen.

    Dabei haben Akteure aller Teams und Fakultäten Schreibrechte, um Ihre individuelle Perspektive im Rahmen der Durchführung aktueller Projekte einzubringen. Vereinbarungen über die Häufigkeit der Blogbeiträge von den einzelnen Beteiligten sollen die Transparenz zu Zwischenständen, Erfolgen und Maßnahmen in den verschiedenen Bereichen der FH Köln fördern.
    Durch das Vergeben von Tags und Themenfelder können Schnittstellen und Bezüge sichtbar werden, die Hinweise auf mögliche hochschulinterne Kooperationen geben. Die Kommentarfunktion des Blogs ermöglicht die Kommunikation über Lehre für alle Interessierten, Kommentare müssen aber zunächst freigeschaltet werden.

    Für ProfiL²
    Ulrike Glembotzki und Timo van Treeck

  21. Pingback: Frontal ist für alle einfacher… aber ist es auch besser? | Anjas Blog

  22. Pingback: Artikel-Serien und andere Optionen | Bloggen als Praxis

  23. Pingback: E-Learning Center @ HSW » #SOOC13 – Blogparade: Warum ich blogge? – Meine Top 5

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